Hart, heiß und windig: Abu Dhabi Triathlon am 03.03.2012

2012AbuDhabiDer Abu Dhabi Triathlon ist für viele Top Athleten der Saisonopenener. Doch die Wetterbedingungen und der frühe Termin sind schon eine Herausforderung, der sich etwa 70 Profis und 250 Altersklassenathleten stellten.

So wurde das Rennen an einem sonnigen und leicht windigen Morgen gestartet. Das Schwimmen über 3 km im 20°C warmen persischen Golf wurde in zwei Runden, unterbrochen von einem 100 m langen Landgang, absolviert. Die 54 Minuten Splitt zeit waren für Rolf Basse nicht wirklich zufrieden stellend, letztendlich aber den ungewohnten Schwimmbedingungen mit Wellengang und Salzwasser geschuldet.

In der Wechselzone spürte man dann schon deutlich den Unterschied zu den Rennen in Europa. Abgeschottet von der Öffentlichkeit wurde in einem Zelt der Wechsel auf das Rad durchgeführt, damit nicht zu viel nackte Haut zur Schau getragen wurde. Selbst das hochziehen der Tops war, unter Androhung der Disqualifikation, untersagt.

Das Highlight des Rennens ist sicherlich der Radkurs, der aus zwei 80 km-Runden und einer 40 km-Runde besteht. Nachdem der Stadtrand der Metropole erreicht war, folgten endlose Kilometer auf dem Highway zwischen Meer, Mangroven und Wüste bis zum Yas Marina Circuit. Dort wo normalerweise Formel 1-Boliden röhren, flogen jetzt Karbonräder über den Asphalt. Nach 6:15 Stunden waren die 200 Radkilometer geschafft. Dabei machten auf der zweiten Runde heftige Winde, der durchsetzt vom Sand war, den Athleten das Leben schwer. Darauf folgte ein Lauf über 20 km entlang der Corniche, der Strandpromenade Abu Dhabis. Vor der Kulisse der Luxushotels waren zwei Runden mit 10 km zu laufen, bevor nach 1:50 Stunde bei Temperaturen von mittlerweile über 30°C und immer noch starken Winden das Ziel erreicht war. Die Endzeit von 9:08 Stunden, die fast 1 Stunde besser war als geplant, wurde da zur Nebensache.
Die Verleihung der Medaillen vom Sultan persönlich, eine Siegerehrung auf Englisch und Arabisch, viele Top Athleten hautnah und das orientalische Flair machten die Reise und das Rennen zu einem unvergesslichen Erlebnis.

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