TransVorarlberg 2016

1200 m Schwimmen, 93 km mit 2000 hm, 12 km Laufen
 
Bei bestem Wetter, übrigens das erste Mal seit der Neuauflage vor 5 Jahren, konnte ich mich auf den kommenden Samstag wirklich freuen. Eine herrliche Landschaft am Bodensee läßt einen bei fast 30 C kaum an die kommenden Strapazen denken.
Aber nun von Anfang an. Am Freitag war Anreise. Genügend und gut erreichbare Parkmöglichkeiten am Kongresscentrum Bregenz und sehr gut organisierte Startunterlagenausgabe waren schon mal ein sehr positiver Eindruck. Auch das Gelände mit Schwimmstart und Wechselzone machen einen guten Eindruck. Das Rad und der Helm wurden kontrolliert und mußten in der Wechselzone bleiben. Einziger Kritikpunkt ist das Essen der Pastaparty. Zum einen mußten meine Kinder den vollen Erwachsenenpreis bezahlen und dann konnte man keinen Nachschlag holen.
Wir fuhren dann mit dem Auto nach Lech, dem Endpunkt der Radstrecke. Wir hatten ein Appartment gebucht das gerade mal 200m vom Ziel entfernt war. Perfekt. Auch der Bustransfer Morgens um 5 Uhr zum Start war gerade mal 200m entfernt. Kurz nach 6:15 Uhr trafen wir in Bregenz ein. Alles war super entspannt was an den kurzen Wegen und sicher auch den ausreichenden Toiletten zu verdanken war.
Dann Start ohne Neo weil der See über 24 Grad hatte. Also gute Schwimmzeit ade. Egal rein in´s Getümmel. War eine ziehmliche Klopperei bis zur ersten Boje. Von Entspannung nichts mehr zu spüren. Für 8 Uhr Morgens war auch der See ganz schön wellig was man auch an den Schwimmzeiten sieht. Als 93. in 24:31 gings wieder an Land und in´s Wechselzelt. Mit fast 5 Minuten erlebte ich die Oberkatastrophe. So lange sind nur wenige im Wechsel hängen geblieben. Nichts klappte so recht.
Dann endlich auf´s Rad. Nach 1km nochmal angehalten weil ich vergessen hatte das Rücklicht anzumachen für die Tunnel. Ist in Österreich Pflicht nach der Straßenverkehrsordnung. Kleine LEDs reichen aber aus.
Und dann geht´s rauf und runter. Eine wunderschöne Landschaft und gut zu fahrende Straßen machen das Ganze zum Genuß, bis es dann zum Hochtannbergpaß hoch geht. Der letzte und heftigste Anstieg. Hier wurde es mit den Motorrädern und Autos mal etwas ungemütlich. Da zu wenig Platz zum Überholen war, bestimmten wir Radfahrer das Tempo. Meine defensive Fahrweise zahlte sich jetzt aus. Konnte den Anstieg der sich über 20 km hinzieht relativ gut bewältigen. Allerdings waren Steheinlagen kaum möglich da sich erste Krämpfe ankündigten. Der Rücken hatte sich schon früher bemerkbar gemacht, aber das bin ich ja mittlerweile gewohnt. Schliießlich ging´s mit über 80 Sachen runter nach Warth und Lech. Kurz vor der zweiten Wechselzone ereilte mich dann doch die Krampf-Fee. Irgendwie rollte ich die letzten 2 km in den Wechsel und eierte zum Umziehen. In 3:42 h mit 27iger Schnitt war ich eigentlich zufrieden, aber die Strecke lockt die guten Biker so das dies nur für die 128. Radzeit gereicht hat was auch meiner Position im Wettkampf entsprach. Wieder schaffte ich mit fast 2:30 Minuten einen Negativrekord im Wechseln. Eigentlich sollte ich die können wenn man schon so lange dabei ist.
Gleich nach der ersten Verpflegung im Zielbereich geht es einen steilen Stich hoch. Den bin ich dann eher hochgeschlichen als gelaufen damit bloß kein Krampf aufkommt. Doch dann oh Wunder ging es besser und besser. Zwar lief ich vorsichtshalber die steilen Stücke im flottem Walkingstil, aber der Rest war dann echt positiv. So konnte ich mich noch auf den 112. Platz verbessern, und kam erschöpft aber sehr glücklich in´s Ziel und meiner Familie in die Arme.
Eine rund um tolle Veranstaltung, die ich empfehlen kann. Für die man aber mehr Radkilometer haben sollte als ich es hatte.

Text/Bild: Oliver Frank

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